C'est moi, Sanftmut

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September 2009

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Downfall

Montag Morgen um 08:48 zwischen Broadway und 7th Ave bin ich hingefallen. So richtig uf da Latz. Mir wurde ein Arm zum Aufstehen angeboten, in Kombination mit : “You ok, babe?”

Das war früher oft der Fall, in den unmöglichsten Situationen. Hier ist es das zweite Mal. Das erste Mal war es auch am Morgen. Verschlafen, auf dem Weg von Dusche zu Zimmer übers Fernsehkabel gestolpert und mit dem Gesicht um ein Haar in Katzenkotze gelandet.

Keine Zeit zum Denken, aufstehen, weitermachen.

Heute Abend habe ich Pilzrisotto gegessen. Wow, war das gut. Ig u Püuz, ungloublich, gäuet.

Das mit dem Schlafen kriegen wir dann schon auch noch irgendwie hin.

Sep 22, 2009
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there's nothing like the sound of sweet soul music to change a young lady's mind → listen.grooveshark.com
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Sep 21, 2009
to unlock a workstation

Als ich neu in der Klasse war, erwähnte mein Lehrer in einem Nebensatz Kanye West. Er fügte an, dass er ihn so ganz und gar nicht ausstehen könne. Kanye sei ein Beispiel von einem “egotistical Motherlover”. Ich grinste und er sprach mich an, ob ich denn nicht dieser Meinung sei. “No, I think he’s a genius.” Sein Mund stand offen und er konterte damit, dass wohl dieser neue Beat da, wirklich sehr gut sei. Aber ansonsten, nein, also, nein, also, echt, nein, wie kann man den nur als Genie bezeichnen?

Seither ist Kanye eins unserer Stichwörter. Ed steigert sich immer wieder in sein Entsetzen, nutzt ihn als Beispiel für Erklärungen von Wörtern wie “notorious”, “self-absorbed” oder “egocentric”. Meine Bemerkungen waren zaghaft, spärlich. Nur ein “He’s just too real” brachte ihn aber einmal fast um seine Nerven. Er verfiel in ein dreckiges Gelächter und regte sich über Kanye’s (selbstdesignte) Turnschuhe auf. “Louis Vuitton, c’mon, who needs this kind of sneakers?” Ich sass im Ecken, still, stumm und dann passierte ein Missgeschick - “jealous”. Ganz leise, aber für Ed hörbar, rutschte es mir heraus. Er bat mich es zu wiederholen. Ich weigerte mich, da er es ja anscheinend schon verstanden hätte. Dann war es ruhig. Er googelte die Turnschuhe, zeigte das Photo und meinte genau so leise wie mir zuvor der Kommentar entwich: “Ok, I admit, maybe I am. A little bit jealous. But only of the sneakers. Right? Ok, where were we?”….

Ein anderes Mal schauten wir das Interview mit Jay-Z bei Bill Maher. Edward wollte die Passage überspringen, wo jener von Kanye spricht. Ich sagte nichts. Er machte seine Drohung nicht wahr und wir sahen alle auf den Bildschirm, als Ed’s Bruder im Herzen die Frage zu seinem Feind im Geiste beantwortete: “I think he’s a genius…. He’s just, you know, genius… I know, he seems sometimes a little bit crazy, but you know, he’s a genius.”

Letzten Montag sah ich, bei meiner täglichen Dosis Klatsch zum Frühstück, dass Kanye mal wieder einen Aussetzer hatte. Ich las auch seine Entschuldigung. Ein Auszug davon : I’M NOT CRAZY YALL, I’M JUST REAL. SORRY FOR THAT!!! I REALLY FEEL BAD… Ich machte mich auf zur Schule, war ein wenig zu spät und als ich mich setzte meinte Ed : “What have you been up to this weekend? Anybody watched the VMA’s?” Er konnte sein Schmunzeln da schon nicht unterdrücken und ich spürte wie er mich um die Ecke fokussierte. Dann zeigte er uns das Video und fing wieder einen Monolog an, in meine Richtung : “That’s just rude. You don’t do that. It makes me hate him even more.” Ich war so verschlafen und emotional instabil, dass ich mich auf eine Diskussion einliess. Wegen mir googelte Ed das Statement von West, die sogenannte Entschuldigung, und ich plädierte dafür, dass es doch genau darum ginge. Kanye kann nicht anders. Wie kann man ihm das also vorwerfen? Ja, bei einem Rapper hätte er es nicht gemacht. Dafür wäre er zu unsicher. Ja, ja, ja, jaaaahhaaaa… so what? You don’t have a problem with him, you got a problem with him reminding you of yourself!

Der letzte Satz war gedacht, relax.

Natürlich fand ich nicht die richtigen Worte und nach einem 5minütigen Streitgespräch zwischen Ed und mir war die Luft raus. Ich versteinerte. Griff zu meinem Heft und fing an meine Wut niederzuschreiben. Doch es war anders. Ich sah mich von aussen. Dieses altbekannte “Kotz-die-Wand-an”-Gesicht. Das, das mich seit meiner Kindheit immer wieder einholt. In manchen Phasen konnte ich noch nicht mal im Schlaf meine Gesichtsmuskeln entspannen. Doch es war anders. Ich war nicht sauer, wütend oder dergleichen. Das weiss ich jetzt und dieses mal sah ich es auch. Ich sah mich und meinen Ausdruck, die Wörter die ich niederschrieb, wie ich mich in mich zurückzog. Doch ich war nicht in mir. Ich war ausserhalb und sah dieses traurige Mädchen. Sie ist nur traurig. So traurig, dass niemand das zulassen kann, was sie doch so sehr spürt. Diese Verbindung, die zwischen Menschen ist. Wir sind doch nicht so verschieden. Wenn wir auf die Welt kommen, dann sind wir doch alle gleich.

Es würde zu weit führen, wenn ich das vervollständige. Zu weit für mich, da ich immer noch nicht bereit bin es hier auszuformulieren. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich es jemals ausdrücken können werde. Meine Mission derzeit ist, es aus dem Kitsch und der Esoterik zu extrahieren und zerstückelt geniessbar zu machen. Geduld.

Deshalb mag ich Kanye. Es ist noch nicht einmal seine Musik, die ihn so einzigartig macht. Er schreit seit jeher heraus, wie gut er doch sei und dass die Menschheit eines Tages dies schon noch erkennen wird. Er ist wahnsinnig, kann sich sehr schlecht zurückhalten, verliert immer wieder den Bezug zur “Realität” und tritt daher in ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Das ist Kunst. Das sind die wahren Künstler, die, die nicht anders können. Die, die ihre eigene Unsicherheit zur Kunst machen. Indem, dass er sich immer wieder “überschätzt” zeigt er nämlich genau das : Wir sind alle die Grössten, Besten, wir können alle alles sein. Es muss raus, damit eines Tages nur noch diese Gewissheit herrscht.

Sep 20, 2009
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Go raibh maith agaibh!

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Sep 14, 2009
comme çi comme ça

mal so mal so

Sep 14, 2009
Tomorrow's calling

I love my two sisters very much.

….and I. and F. and C. and V. and S. and M. and A. and my daddy.

Ab morgen sind dann wieder alle drann.

Sep 14, 2009
Listen

“pursuit of happiness” - Kid Cudi feat. MGMT & Ratatat

Sep 14, 2009
Backup

Bevor ich hierher kam, hatte ich über Monate die Meldung, dass mein Mailkonto überlastet ist. Ich löschte, in alter Manier, meist die wirklich nur sehr unwichtigen Nachrichten der ersten paar Seiten. Aus diesem Grund entwickelte sich das Ganze zu einem Teufelskreis, obviously. Nach den ersten zwei Wochen hier, habe ich in einer Nacht-und Nebelaktion den gesamten Posteingang aufgeräumt. Es tat offensichtlich gut, fühlte sich aber in erster Instanz ein wenig nackt an. So viele Zeugnisse davon, dass Menschen an mich denken, mir charmant Belangloses, oder sehr Prägendes mitteilen. Nur sehr wenige Mitteilungen haben überlebt. Trotzdem erreichten mich wieder Meldungen, dass ich doch bitte endlich meinen Speicher reduzieren soll. Ich fragte nach und es stellte sich heraus, dass ich den “Endgültig-Löschen-Knopf” nicht angeklickt hatte. Ein paar Minuten später waren sie weg.

Vor ein paar Tagen habe ich entdeckt, dass ich, im Gegenteil zu meiner bisher präsenten Erinnerung, nur den Posteingang, aber nicht den Ordner mit den von mir gesendeten Dokumenten, geleert hatte. 2358 Nachrichten versteckten sich dort, ich habe sie aufgespürt, zufällig, obwohl ich mich öfters in dem Bereich meiner Korrespondenz herumtreibe. Die früheste Email ist mit Ende 2005 datiert. Ich hatte gerade die Uni  wieder frisch angefangen.

Mein neues Spielchen, wenn mich die Wehmut (welche aus “Nichtstun” resultiert) überkommt, ist, eine beliebige Seitenzahl einzugeben und in meiner Vergangenheit nachzulesen. Vielleicht habe ich hiermit den Schatz entdeckt, von dem ich für meine Liedtexte profitieren werden kann. Denn, wie schon erwähnt, die Melodien entstehen wie von selbst. Das Komponieren, Gitarrespielen ist mir noch nie so leicht gefallen. Doch die Sprache dazu fehlt. Wenn, dann einzelne Zeilen, aber dieser altbekannte Rausch, in dem die Wörter zu den Tönen kreiert werden - abwesend. Die Impulse, die mich für meine bisherigen Lieder inspirierten, sind zurzeit viel zu intensiv, offensichtlich, keine Worte werden dem gerecht.

Sep 11, 2009
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